Erfahrungsbericht einer Lebertransplantation

Petra┬┤s neue Leber

Leber
Lebertransplantation neue Leber Leber Organspende Erfahrungsbericht

Darf ich vorstellen, Petra Möcker, sie ist die Ansprechpartnerin.

Mit  Elan und Willen arbeitet sie unermüdlich am Erfolg dieser Selbsthilfegruppe.

 

Meine Krankengeschichte:

 

Wie ich zu meiner neuen Leber kam kam….

Im Dezember 2001 musste ich nach Jena überwiesen werden, wegen einer Falitromeinnahme, was ein Leberversagen verursachte. Die Leber erholte sich nach langer Zeit wieder.

Nach vier Jahren musste ich wieder Falitrom einnehmen, wieder wegen einer Tromphose.

Da man mir in Jena nicht gesagt hat, das ich dieses Medikament nie wieder einnehmen darf, kam es wieder nach einigen Wochen zu Beschwerden mit der Leber.

Das war am 6.Dezember 2005.

Der Urin wurde braun, die Augen und die Haut haben sich gelb verfärbt.

Da war mir klar, ich musste ins Krankenhaus.

In Meininger Krankenhaus konnte man mir nicht mehr helfen. Am 3. Tag kam der Arzt und sagte mir, wenn sie heute kein Organ bekommen, überleben sie den morgigen Tag nicht mehr, ich musste nach Hamburg, da ist die einstige Uni, die ein Organ für mich hätte.

Ich kam nicht zum überlegen, ich habe einfach nicht verstanden, was passiert ist.

Ich hatte keine Schmerzen, aber ich konnte einfach nicht mehr reagieren.

So flog man mich mit den Hubschrauber nach Hamburg, und am gleichen Abend, am 10.12.2005 bekam ich die neue Leber.

Als ich nach einer Woche aus dem künstlichen Koma wieder wach wurde, war mir klar, wenn es den Organspender nicht gegeben hätte, würde ich meine Enkelkinder nicht aufwachsen sehen.

So bin ich meinem Spender nach so vielen Jahren immer noch dankbar, und zünde am 10.12. eine Kerze an.

Seitdem besitze ich einen Organspenderausweis und habe am 14.11.2014 diese Selbsthilfegruppe gegründet, zu der heute bereits 22 Teilnehmer zählen.

 

Petra, 64 Jahre (Organ erhalten 2005)